SIMULATION TRIFFT REALITÄT.
Wir leben in einer Welt der digitalen Zwillinge und Simulationen. Doch jede Simulation ist nur eine Hypothese, bis sie bewiesen ist. In meiner Bachelor-Thesis bei Bosch stand ich vor genau dieser Herausforderung: Wie validieren wir komplexe CFD-Strömungssimulationen für ABS-Ventile?
Die Antwort war der Bau eines „Großmodellprüfstands“. Ich skalierte die winzige Realität eines Ventils hoch, um physikalische Effekte wie Kavitation sichtbar und messbar zu machen. Es war ein Projekt, das tiefes Verständnis der Fluiddynamik mit handfestem Maschinenbau verlangte. Ich musste eine Brücke bauen zwischen den theoretischen Zahlen der Simulation und dem physischen Verhalten von Flüssigkeiten.
Das Ergebnis – bewertet mit der Note 1,0 – war mehr als ein Prüfstand. Es war der Beweis, dass Theorie und Praxis sich gegenseitig bedingen. Diese Arbeit prägt mich bis heute: Ich vertraue Daten, aber ich verifiziere sie in der Realität. Als Ingenieur muss man beide Sprachen sprechen: Die der Algorithmen und die der Physik. Nur so entstehen Produkte, die wirklich halten, was sie versprechen.

