DOKUMENTE, DIE ATMEN.
Eine FMEA, die nach dem Audit im Schrank verschwindet, ist wertlos. Sie ist „Papiertiger-Management“. Mein Anspruch als Systemarchitekt ist ein anderer: Ich baue FMEA-Landschaften, die leben. In meiner Arbeit bei führenden Automobilzulieferern habe ich erlebt, wie frustrierend starre Datenbanken sein können. Deshalb konzentriere ich mich auf die Architektur hinter den Kulissen.
Ich nutze Tools wie Plato e1ns oder APIS IQ nicht einfach „out of the box“. Ich konfiguriere sie so, dass sie die Realität des Unternehmens abbilden. Das bedeutet: Aufbau von intelligenten Katalogen, die Wissen speichern und wiederverwendbar machen. Wenn ein Fehler bei einem Dichtring in Projekt A auftritt, muss das System dieses Wissen automatisch für Projekt B vorschlagen.
Diese „Lessons Learned“-Schleifen sind der Schlüssel zur Effizienz. Ich entwickle Strukturen, in denen Daten fließen. Wir bewegen uns weg von manuellen Copy-Paste-Fehlern hin zu vererbten Wissensbausteinen. Das reduziert den administrativen Aufwand für Ingenieure drastisch. Das System wird zum kollektiven Gedächtnis der Firma. Es „atmet“ mit jedem neuen Projekt und wird klüger, robuster und wertvoller. Das ist nachhaltiges Wissensmanagement in Reinkultur.

