ARCHITEKT DER SYSTEME.

Der Schritt zum Leitkonstrukteur im Sondermaschinenbau war der Wechsel auf den Regiestuhl. Plötzlich ging es nicht mehr nur um das eigene Bauteil, sondern um das große Ganze: Budgets bis 1,5 Mio. €, Termindruck, Kundenwünsche und die Führung eines Teams.

Bei Zeltwanger lernte ich, dass Konstruktion im Kern Risikomanagement ist. Jede Linie, die wir im CAD ziehen, entscheidet über Kosten, Qualität und Sicherheit des Endprodukts. In dieser Zeit führte ich die FMEA-Methodik in meinen Projekten ein – nicht weil es eine Norm verlangte, sondern weil ich erkannte, dass wir Fehler in der Entwurfsphase finden müssen, um teure Änderungen auf der Baustelle zu vermeiden.

Ich entwickelte Dichtheitsprüfsysteme und Montageanlagen für die E-Mobilität. Die Anforderungen waren extrem: null Leckage, maximale Sicherheit. Hier reifte mein Verständnis für „System Engineering“. Ich lernte, interdisziplinär zu denken – Mechanik, Elektrik, Software und Sensorik mussten perfekt zusammenspielen. Diese ganzheitliche Sichtweise ist heute mein Markenzeichen. Ich moderiere keine isolierten Analysen; ich betrachte das Ökosystem des Produkts und stelle sicher, dass keine Schnittstelle vergessen wird.